Holzzerstörende Insekten

Holzzerstörende Insekten können grossen Schaden an Holzkonstruktionen anrichten. Während des Entwicklungsstadium von der Larve zum ausgewachsenen Käfer, verbringen sie ihre Zeit ausschliesslich im Holz und sind auf der Holzoberfläche nicht zu erahnen.

Erst das Bohrloch, welches der Käfer unmittelbar vor seinem Ausflug in die äusserste Schicht des Holzes nagt, deutet auf einen Holzwurmbefall.

 

Doch was ist eigentlich ein Holzwurm?

Der eigentliche Holzschädling ist die Larve bevor sie durch die Metamorphose zum Insekt wird. Je nach Art des Schädlings durchläuft die Larve mehrere Wachstumszyklen in denen sie sich durchs Holz frisst und sich von dessen Nährstoffen ernährt. Dieser Vorgang kann aufgrund der artenspezifischen Holzeigenschaften sehr unterschiedlich lange dauern. Zwischen einem und biz zu 18 Jahren bleibt die Larve so meist unbemerkt im Holz, bevor sie ausschlüpft und sich einen Partner sucht. Die Lebensdauer des ausgewachsenen Insekts beträgt meist nur wenige Wochen. In dieser kurzen Zeit kann ein einzelnes Weibchen aber bis zu 300 Eier in kleinste Risse, Löcher oder Verletzungen im Holz ablegen und der Kreislauft beginnt wieder von vorne.

 

 

In der Praxis unterscheidet der Fachmann zwei Arten von holzzerstörende Insekten. Auf der einen Seite sind dies die Frischholz- und auf der anderen Seite die Trockenholzinsekten.

Frischholzinsekten

Die Frischholzinsekten befallen lediglich den stehenden Baum, oder erst kürzlich gefälltes Holz, welches noch eine ausreichende Feuchtigkeit aufweist.

Die Trocknungsphase des Holzes überstehen diese Holzschädlinge meist nicht, da heutzutage Bauholz fast ausschliesslich technisch getrocknet wird und so den Insekten die Lebendgrundlage entzogen wird.

 

Die Frischholzinsekten sind also für die Bausubstanz eine eher kleine Gefahr. Falls doch mal einige von ihnen verbaut werden, entwickeln sie sich im Holz, fliegen aus und kehren aber nicht mehr wieder zurück. Ein weiterer Befall ist also auszuschliessen.

 

Bekannte Frischholzinsekten sind:

- die Holzwespe

- der Borkenkäfer

- der Scheibenbock

Trockenholzinsekten

Trockenholzinsekten sind für Holzkonstruktionen eine der grössten Gefahren, da sich ein Befall auch erst viele Jahre nach der Bauvollendung und ganz unbemerkt ereignen kann.

Die Holzschädlinge schlüpfen aus ihren Ausfluglöcher und suchen sich in unmittelbarer Nähe ein neuer Brutplatz. So sind teilweise ganze Dachstühle dem Befall ausgeliefert und falls dies vom Hauseigentümer unbemerkt bleibt, kann das verheerende Folgen haben.

 

Bekannte Trockenholzinsekten sind:

- der Hausbock

- der gewöhnliche Nagekäfer (Annobien)

- der braune Splintholzkäfer


Die Bekämpfung

Bevor eine Bekämpfung vorgenommen werden kann, muss die Art des Holzschädlings genau bestimmt werden. Weiter müssen auch die gegebenen Umstände beachtet werden und erst danach kann eine geeignete Massnahme angewendet werden.

chemische Massnahmen:

- Holz streichen mit Schutzmittel

- Holz besprühen mit Schutzmittel

- Bohrlochtränkung

- Bohrlochimpfung

alternative Massnahme:

- befallenes Holz ersetzen

- Heissluftverfahren

- Gasverfahren

- Lockstoffe